Grünalgen gegen Rosacea: Wie man Gefäße im Gesicht kaschiert und stärkt?

Grünalgen gegen Rosacea: Wie man Gefäße im Gesicht kaschiert und stärkt?

Rosacea

Rosazea ist eine Hauterkrankung, die unter anderem durch persistierende Rötungen aufgrund erweiterter Blutgefäße, die dadurch auffälliger werden, gekennzeichnet ist. Grünalgen sind ein interessanter Inhaltsstoff, um ihre Sichtbarkeit zu reduzieren.

Grünalgen neutralisieren die rote Farbe.

Diffuse Rötungen sind eine der Erscheinungsformen von Rosazea im Gesicht. Sie entstehen durch die Erweiterung kleiner, dünner Blutgefäße auf der Hautoberfläche, die rot oder violett erscheinen und als Teleangiektasien bekannt sind. Mehrere Faktoren, wie Hitze, scharfes Essen oder Stress, können ihr Auftreten begünstigen.

Es wird angenommen, dass Grünalgen die rote Farbe neutralisieren können. Dies liegt daran, dass sie grüne photosynthetische Pigmente, bekannt als Chlorophyll, enthalten. Beim Blick auf den Farbkreis fällt auf, dass Rot und Grün einander gegenüberliegen, d.h. komplementär (ergänzend) sind. Wenn zwei Komplementärfarben gemischt werden, neutralisieren sich ihre Farbtöne gegenseitig.

Grünalgen gegen Rosacea: Wie man Gefäße im Gesicht kaschiert und stärkt?

Somit ermöglicht die topische Anwendung eines Produkts, das grüne Pigmente (z.B. Grünalgen) enthält — insbesondere in Gesichtskorrekturmitteln —, die rote Farbe der Rötungen, die mit der Erweiterung der Blutgefäße bei Rosazea verbunden sind, zu „neutralisieren“.

Grünalgen können die Angiogenese reduzieren

Angiogenese ist der Prozess der Bildung neuer Blutgefäße. Bei Rosazea kommt es zu einem beschleunigten Wachstum neuer Gefäße, wodurch diese sich erweitern, wuchern und auf der Hautoberfläche sichtbarer werden.

In einer Studie aus dem Jahr 2007 untersuchte P. Morvan die Wirkung von Chlorella vulgaris (Chlorella vulgaris), einer grünen Mikroalge, auf die Angiogenese mittels eines in vitro-Modells, das aus menschlichen Endothelzellen bestand, die zusammen mit menschlichen Fibroblasten kultiviert wurden. Der Effekt von C. vulgaris wurde durch Messung der Länge der Gefäßröhrchen bewertet. Die Anwendung von C. vulgaris in einer Konzentration von 0,1% reduzierte die Gefäßlänge signifikant — um 46% im Vergleich zur Kontrollgruppe.

Somit könnte C. vulgaris für die Therapie von Hautzuständen von Interesse sein, die mit Rötungen und Teleangiektasien, wie Rosazea, verbunden sind. Einer der beteiligten Mechanismen könnte potenziell die Hemmung der Angiogenese sein. Der Autor postuliert, dass dieser Effekt aus einer reduzierten Wirkung des vaskulären endothelialen Wachstumsfaktors (VEGF), der für die Angiogenese verantwortlich ist, durch die Expression des Metalloproteinase-Inhibitors-3 (TIMP3), der ein Antagonist des VEGF-Rezeptors ist, resultieren könnte.

Grünalgen können vorhandene Blutgefäße verbergen

In derselben Studie untersuchte P. Morvan die Wirkung von C. vulgaris auf Gefäßmakel, die bei Rosazea stärker ausgeprägt sind. Siebzehn Frauen trugen zweimal täglich für 84 Tage eine Creme mit 1% C. vulgaris auf. Die Teilnehmerinnen zeigten sichtbare Läsionen, die mit venöser Dysfunktion verbunden waren: kleine Krampfadern, kleine Besenreiser (Spinnenangiome) und Teleangiektasien.

Der Einfluss des Produkts auf Krampfadern wurde nach 28 und 84 Tagen Anwendung bewertet. C. vulgaris in einer Konzentration von 1% reduzierte die Rötung der Gefäßläsionen merklich: im Durchschnitt um 15% und bis zu 64% nach 28 Tagen Anwendung; im Durchschnitt um 25% und bis zu 77% nach 84 Tagen Anwendung. Die Anwendung des Produkts verbesserte die Größe und Farbe der Gefäßläsionen.

Die zuvor festgestellte Hemmung der Angiogenese durch C. vulgaris könnte ebenfalls die Ursache dieser sichtbaren Reduktion der Gefäßläsionen gewesen sein. Der Autor nennt einen weiteren potenziell beteiligten Mechanismus. In dieser Studie stellte der Wissenschaftler fest, dass in einem in vitro-Experiment C. vulgaris in einer Konzentration von 1% die Expression von Kollagen I (+333%) und III (+150%) durch Kulturen menschlicher Fibroblasten erhöhte.

Es wurde bereits nachgewiesen, dass Kollagen die Fähigkeit besitzt, die Wände von Venen zu stärken, und ein Mangel an diesem Protein ist mit der Entwicklung von Krampfadern verbunden. Geschwächte und weniger elastische Venenwände führen zu einer Blutansammlung in der Vene, was diese schließlich so stark dehnt, dass sie sich erweitert und sichtbarer wird. In solch einem Fall bildet Kollagen eine Art „Hülle“ (Kapsel) um die Gefäßläsionen, was ihre Ausprägung reduziert.