
Sonnenschutzmittel
Sonnenschutzmittel (Sunscreens) – sind kosmetische Inhaltsstoffe oder Kombinationen von Inhaltsstoffen, die die Haut vor schädlicher ultravioletter (UV-)Strahlung schützen. Ihr Hauptziel ist es, vor Lichtalterung, Sonnenbrand und dem Risiko der Entwicklung von Melanomen und anderen Hautkrebsarten zu schützen.
Wirkmechanismus:
Sonnenschutzmittel wirken auf zwei Arten:
Physikalische (mineralische) Filter
Reflektieren oder streuen UV-Strahlen.
Beispiele: Titandioxid (Titanium Dioxide), Zinkoxid (Zinc Oxide).
Vorteile: stabil in der Sonne, geringes Reizpotenzial, geeignet für empfindliche Haut und Kinder.
Chemische (organische) Filter
Absorbieren UV-Strahlen und wandeln sie in inaktive Energie (Wärme) um.
Beispiele: Avobenzon, Oxybenzon, Homosalat, Octinoxat, Octocrylen.
Vorteile: erleichtern die Formulierung transparenter oder kosmetisch angenehmer Texturen; in der Regel hoher SPF bei geringeren Konzentrationen.
Schutzarten nach Spektrum:
UVB-Filter: schützen vor Sonnenbrand und akuter Hautschädigung.
UVA-Filter: verhindern Lichtalterung, DNA-Schäden und Hyperpigmentierung.
Breitspektrum-Schutz (broad-spectrum): Kombination aus UVA- und UVB-Filtern.
Funktionen von Sonnenschutzmitteln in der Kosmetik:
Bieten SPF (Sun Protection Factor) – numerische Angabe des UVB-Schutzes.
Schützen die Haut vor Lichtalterung: reduzieren Faltenbildung, Pigmentflecken und Elastizitätsverlust.
Verhindern Oxidation und Abbau aktiver Inhaltsstoffe in Kosmetika (Antioxidantien, Vitamine).
Geeignet für die tägliche Pflege oder spezielle Produkte für Sonnenaktivitäten (Cremes, Sprays, Lotionen).
Nebenwirkungen und Sicherheit:
Physikalische Filter verursachen selten Reizungen oder Allergien.
Chemische Filter können gelegentlich Reizungen oder Photosensibilisierung hervorrufen; die Kombination der Inhaltsstoffe sollte sorgfältig erfolgen.
Sonnenschutzmittel sollten photostabil sein, nicht mit anderen Formulakomponenten reagieren und die Wirksamkeit anderer aktiver Inhaltsstoffe nicht mindern.
Zusätzliche Formulierungsaspekte:
Können mit Antioxidantien (Vitamin C und E, Pflanzenextrakte) kombiniert werden, um den Hautschutz zu verstärken.
Der Einsatz von Stabilisatoren, Emulgatoren und Filtern verhindert Phasentrennung und sorgt für eine angenehme Textur.
Zutaten nach Funktion
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UV filter
# CAS Nummer: 7631-86-9
# CAS Nummer: 13463-67-7
TITANDIOXID – auch bekannt als Titan(IV)-oxid, ist ein weißes, pudriges, anorganisches Pigment. Es ist chemisch inert, wasserunlöslich, beständig gegenüber den meisten anorganischen Säuren, Benzin und Erdöl, und nur schwer löslich in Laugen. Titandioxid besitzt Halbleitereigenschaften. In der Kosmetikherstellung wird hochgereinigtes und feindisperses Titandioxid verwendet, das eine hohe Deckkraft, färbende und opaleszierende Wirkung aufweist. Es ist in der Lage, UV-Strahlen zu reflektieren und ist ein wirksamer physikalischer UV-Filter. Die photochemische Aktivität basiert auf der Fähigkeit, kleine Mengen Sauerstoff freizusetzen und diesen unter UV-Bestrahlung reversibel wieder aufzunehmen. In den letzten Jahren wurden mikronisierte Titandioxidpartikel mit einer Größe von weniger als 200 nm entwickelt. Es hat sich gezeigt, dass die Reduzierung der Partikelgröße auf 50 nm und sogar darunter die anwendungstechnischen Eigenschaften von Titandioxid-haltigen Kosmetikprodukten drastisch verbessert: Sie sind beim Auftragen auf die Haut transparent und hinterlassen keinen weißen Film, selbst bei Sonnenschutzmitteln mit hoher Pigmentkonzentration. Je nach Anwendungsbereich wird Titandioxid als Füllstoff, als weißes Pigment oder als Lichtschutzmittel in verschiedenen Produkten eingesetzt, darunter dekorative Kosmetik, Antitranspirantien, Schutzcremes, Handlotionen und andere. Es kann auch in Kosmetika "natürlicher" Ausrichtung verwendet werden.
CI 77891 (Titandioxid) ist ein weißes Pigment, das in Kosmetika und Körperpflegeprodukten eingesetzt wird, um in Formulierungen einen satten, opaken Farbton zu erzielen. Es kann anschließend mit anderen Farbstoffen gemischt werden, um verschiedene Farbnuancen und Schattierungen des Produkts zu erhalten. Darüber hinaus ist CI 77891 auch nützlich, um potenziell schädliche UV-Strahlen zu blockieren, und wird daher häufig in Sonnenschutzmitteln verwendet. Die chemische Formel von Titandioxid ist TiO2. Ein ähnlicher Inhaltsstoff wie CI 77891 ist Zinkoxid, das ebenfalls ein weißes Farbpigment ist und einen etwas besseren Sonnenschutz bietet als Titandioxid. Titandioxid
CI 77891 erfüllt eine Doppelfunktion: Es ist ein aufhellender Wirkstoff und wirkt gleichzeitig als Barriere gegen schädliche Sonneneinstrahlung. Es wird in einer Vielzahl von Produkten verwendet, wie z. B. Sonnenschutzmitteln, Kosmetikpudern, Zahnpasta, Seifen usw. CI 77891 wird in Kosmetika üblicherweise als Pigment eingesetzt, was zu einem opaken weißen Pulver führt. Dieser Inhaltsstoff wird auch mit anderen Farbstoffen gemischt, insbesondere in Produkten wie Lippenstiften, um verschiedene Farbtöne und Nuancen zu erzeugen. CI 77891 wird aus natürlichen Mineralien wie Rutil, Ilmenit und Anatas gewonnen. All diese Mineralien sind in großen Mengen in der Natur vorhanden, was Titandioxid zu einem weit verbreiteten Pigment macht – es macht bis zu zwei Drittel aller weltweit verwendeten Pigmente aus. Darüber hinaus wird Titandioxid in Nano- oder Pigmentqualität hergestellt, wobei die Pigmentqualität eine wesentlich größere Partikelgröße aufweist. Titandioxid der Nanoklasse CI 77891 wird üblicherweise Produkten wie Sonnenschutzmitteln zugesetzt, um Schutz vor schädlichen UV-Strahlen zu bieten. Die Pigmentqualität wird hingegen als Farbstoff zur Aufhellung von Formulierungen verwendet.
# CAS Nummer: 5466-77-3
# CAS Nummer: 88122-99-0
# CAS Nummer: 302776-68-7
# CAS Nummer: 187393-00-6
# CAS Nummer: 1314-13-2
# CAS Nummer: 118-60-5
# CAS Nummer: 70356-09-1
# CAS Nummer: 6197-30-4
# CAS Nummer: 103597-45-1
# CAS Nummer: 187393-00-6
# CAS Nummer: 27503-81-7
# CAS Nummer: 118-56-9
🔬 Titandioxid (TiO2) in Kosmetika: Sicherheit, Nanopartikel und Beschichtung
Titandioxid (TiO2) ist einer der effektivsten mineralischen UV-Filter zur Vorbeugung von Sonnenbrand und Hautkrebs. Heutzutage wird es in Sonnencremes, Foundations und Lippenbalsamen häufig in Form von Nanopartikeln (Nano-TiO2) verwendet, wodurch der dichte, weiße Schleier auf der Haut vermieden wird.
🛡️ Sicherheit beim Auftragen auf die Haut
Aufgrund der mikroskopischen Größe von Nanopartikeln gab es Befürchtungen, dass sie in die Blutbahn gelangen könnten. Zahlreiche Studien an Menschen und Tieren haben jedoch Folgendes bewiesen:
Hautbarriere: Nano-TiO2 verbleibt ausschließlich in den oberen (verhornten) Hautschichten und gelangt nicht in den allgemeinen Blutkreislauf – dies gilt sowohl für gesunde als auch für geschädigte Haut.
SCCS-Fazit: Der Wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU (SCCS) hat Nano-TiO2 als sicher, ungiftig und bei Anwendung auf der Haut in Konzentrationen bis zu 25% als weder mutagen noch allergieauslösend eingestuft.
💡 Versehentliches Verschlucken: Kleinstmengen an Titandioxid, die beispielsweise über einen Lippenbalsam versehentlich in den Körper gelangen können, weisen eine begrenzte Toxizität auf und stellen keine Gefahr für die Gesellschaft dar.
⚠️ Hauptwarnung: Gefahr durch Einatmen
Die einzige reale Gefahr von Nano-TiO2 betrifft das Atmungssystem. Tierstudien haben gezeigt, dass das Einatmen dieser Partikel Lungenentzündungen verursachen kann.
EU-Regulierung: Seit 2016 ist die Verwendung von Nano-TiO2 in Aerosolen, Sprays und losem Puder, die vom Verbraucher versehentlich eingeatmet werden könnten, strikt untersagt.
🧪 Warum wird Titandioxid mit anderen Inhaltsstoffen beschichtet?
Herkömmliches (mikronisiertes) Titandioxid ist ohnehin nicht in der Lage, die Haut zu durchdringen. Aber selbst wenn Hersteller Nanopartikel verwenden, werden diese meist mit einer speziellen Schutzhülle ummantelt. Die Moleküle dieser Beschichtung sind groß genug, um zusätzliche Sicherheit zu garantieren.
Welche Vorteile bietet die Oberflächenbeschichtung der Partikel?
Stabilität: Sie verhindert unerwünschte chemische Reaktionen von Titandioxid mit anderen Inhaltsstoffen der Creme unter Sonneneinstrahlung.
Effektivität: Sie verbessert das Schutzniveau vor UV-Strahlung.
Komfort: Die Textur der Creme wird deutlich angenehmer, lässt sich leichter auftragen und hinterlässt keine weißen Rückstände.
Womit TiO2 am häufigsten beschichtet wird (achten Sie auf das INCI-Verzeichnis):
Alumina
Dimethicone
Silica
Trimethoxycaprylylsilane